
Akuthilfe
Du musst diesen ersten Weg nicht alleine gehen
Wir begleiten dich und deine Familie nach der Diagnose oder dem Verlust deines/deiner Babys. Einfühlsam, mit ganz viel Herz und Erfahrung und in deinem Tempo.
+41 78 252 15 63
Unser Angebot für euch in der Akuthilfe
Begleitung in der ersten Zeit
Wir stehen euch von Anfang an beratend und begleitend zur Seite.
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Wir geben euch Raum zu trauern und euren eigenen Weg zu finden.
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Wir helfen dabei, so viele Erinnerungen wie möglich an euer Kind zu schaffen.
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Wir organisieren Sternenkinderfotografen von Herzensbilder oder Dein-Sternenkind.
Orientierung und praktische Unterstützung
In den ersten Stunden und Tagen entstehen viele Fragen. Wir helfen euch dabei, den Überblick zu behalten.
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Informationen zu Bestattung, Aufbahrung, Mutterschutz und Versicherungsfragen.
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Unterstützung bei der Organisation der Bestattung.
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Wenn gewünscht, helfen wir bei der Organisation einer Aufbahrung des Kindes zu Hause.
Begleitung über den ersten Moment hinaus
Unsere Begleitung endet nicht nach den ersten Tagen.
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Trauerbegleitung für Eltern nach Kindsverlust.
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Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten.
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Beratung für Angehörige, Freunde und das Umfeld.

Wichtige Hinweise für die ersten Stunden
Einen Stein zu bemalen kann eine stille und einfache Möglichkeit sein, der Trauer Ausdruck zu verleihen. Mit Farben, Mustern, Symbolen oder kleinen Worten kann sichtbar werden, was im Inneren oft schwer zu greifen ist.
Ein Stein darf dabei ganz schlicht sein oder ganz bunt.
Er kann ein Herz tragen, einen Stern, den Namen deines Kindes, eine Blume, Regenbogenfarben oder ein Symbol, das dich an dein Kind erinnert.
Vielleicht etwas, das zu seinem Namen, zu eurer Geschichte oder zu eurer Verbindung passt.
Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Der Stein darf so werden, wie er sich für dich stimmig anfühlt.
Das Bemalen kann beruhigen und den Händen eine Aufgabe geben, wenn Gedanken kreisen.
So entsteht nach und nach ein kleiner Erinnerungsstein.
Etwas, das bleiben darf.
Etwas, das Verbindung spürbar machen kann.
Du kannst den Stein an einen Erinnerungsplatz zu Hause legen, in deine Erinnerungsbox geben, auf ein Grab oder an einen Gedenkort legen.
Manche tragen ihn auch eine Zeit lang bei sich oder legen ihn unterwegs an einen besonderen Ort in der Natur als stillen Gruss an ihr Kind.
Was du dafür brauchst
glatte Steine, am besten Steine, die gut in der Hand liegen und eine möglichst ruhige Oberfläche haben
Acrylstifte oder Acrylfarbe - Acrylstifte sind oft besonders einfach, weil sich damit auch feine Zeichen und kleine Details gut malen lassen
optional einen feinen Pinsel
optional Klarlack zum Fixieren - vor allem dann, wenn der Stein draussen liegen oder verschenkt werden soll
Wo du passende Steine finden kannst
Glatte Steine findest du oft in der Natur, zum Beispiel an einem See, Fluss oder auf Kieswegen.
Du kannst sie aber auch im Bastelladen, Baumarkt, Gartencenter oder online als Fluss oder Bastelsteine kaufen.
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du einen Stein ganz bewusst für dein Kind bemalen.
Wenn er fertig ist, halte ihn einen Moment in deinen Händen.
Du kannst ihm in Gedanken oder leise etwas sagen.
Vielleicht einen Gruss.
Vielleicht den Namen deines Kindes.
Vielleicht einfach:
Du bist da. Du fehlst. Du bleibst.
Danach kannst du den Stein an einen Ort legen, der sich für dich richtig anfühlt:
auf ein Grab, unter einen Baum, an einen Erinnerungsplatz zu Hause, in deine Tasche oder an einen stillen Ort in der Natur.
Impuls
Welche Farben, Zeichen oder Symbole erinnern dich an dein Kind?
Eine Erinnerungsbox kann ein ganz besonderer Ort für dein Kind sein.
Ein Ort, an dem Dinge gesammelt werden dürfen, die mit eurer Geschichte, eurer Liebe und euren Erinnerungen verbunden sind.
Manche Eltern bewahren darin Ultraschallbilder, Karten, Briefe, Fotos, ein Namensband, kleine Andenken aus dem Spital oder andere persönliche Erinnerungsstücke auf.
Andere gestalten die Box auch von aussen, mit Farben, Stoffen, Symbolen, dem Namen ihres Kindes oder Worten, die sich stimmig anfühlen.
Das Gestalten einer Erinnerungsbox kann helfen, der Trauer einen sichtbaren Platz zu geben.
Etwas mit den Händen entstehen zu lassen, kann beruhigend sein.
Und manchmal tut es gut, den Erinnerungen nicht nur im Herzen, sondern auch ganz konkret im Aussen einen Ort zu schenken.
Die Box muss nicht gross oder perfekt sein.
Sie darf schlicht bleiben oder ganz persönlich gestaltet werden.
Sie darf offen sichtbar stehen oder an einem geschützten Ort aufbewahrt werden.
Alles darf sein.
Was du dafür brauchst
eine Schachtel oder Box - zum Beispiel aus Karton oder Holz
Erinnerungsstücke - zum Beispiel Karten, Fotos, Briefe, kleine Symbole, Bänder, Trockenblumen oder andere Dinge, die du mit deinem Kind verbindest
Material zum Gestalten - zum Beispiel Acrylstifte, Papier, Stoff, Bänder, Sticker, kleine Symbole, Kleber oder Farben
optional Seidenpapier oder kleine Umschläge - für besonders feine oder persönliche Erinnerungen
Wo du eine passende Box finden kannst
Schlichte Boxen findest du oft im Bastelladen, in Papeterien, in Dekoläden, online oder auch zu Hause.
Manchmal eignet sich schon eine einfache helle Schachtel, die du nach und nach zu eurer ganz eigenen Erinnerungsbox machst.
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du die Box nicht einfach nur füllen, sondern sie bewusst einweihen.
Du könntest eine Kerze anzünden, den Namen deines Kindes aussprechen und den ersten Gegenstand mit einem kleinen Gedanken hineinlegen.
Zum Beispiel:
Das gehört zu dir. Das bewahre ich für uns.
Vielleicht wird daraus ein einmaliger Moment.
Vielleicht ein Ritual, das sich immer wieder wiederholen darf, wenn neue Erinnerungen dazukommen.
Impuls
Welche Dinge möchtest du für dein Kind bewahren und welchen Platz sollen sie bekommen?
Art Journaling kann ein stiller Weg sein, mit der Trauer in Kontakt zu kommen, ohne alles in Worte fassen zu müssen. Dabei geht es nicht darum, etwas Schönes zu gestalten.
Es geht darum, dem Raum zu geben, was gerade da ist.
Nimm dir dafür etwa 20 Minuten Zeit.
Lege verschiedene Materialien vor dich hin, zum Beispiel Stifte, Wasserfarben, Kreiden, Papiere oder andere Dinge, die dich ansprechen.
Dann schau nicht zu lange mit dem Kopf.
Nimm das, wonach deine Hand greifen möchte.
Auch bei der Farbwahl darfst du einfach dem folgen, was dich im Moment anzieht.
Dann lass die Hand machen.
Ohne Plan.
Ohne richtig oder falsch.
Ohne etwas darstellen zu müssen.
Vielleicht entstehen Linien, Flächen, Kreise, kräftige Bewegungen oder ganz feine Spuren.
Du malst nicht mit dem Kopf.
Du lässt geschehen, was sich durch deine Hand zeigen möchte.
Wenn die Zeit vorbei ist, kannst du noch einen Moment bei dem Bild bleiben.
Vielleicht magst du aufschreiben, was dir währenddessen durch den Kopf gegangen ist.
Oder ob du etwas im Bild erkennst.
Vielleicht ein Gefühl.
Eine Bewegung.
Eine Erinnerung.
Ein Wort.
So kann nach und nach ein sehr persönlicher Raum entstehen, in dem deine Trauer sichtbar werden darf.
Art Journaling kann auch zu einem regelmässigen Ritual werden.
Ein fester Moment für dich. Zu einer festen Zeit. Begleitet von einem Duft oder einem bestimmten Licht.
Ein stilles Innehalten.
Ein Weg, immer wieder mit dir selbst in Verbindung zu kommen.
Was du dafür brauchst
ein Heft, Skizzenbuch oder einzelne Blätter, Amazon hat richtige Art Journals mit dickerem Papier, das auch für Wasserfarben funktioniert
verschiedene Materialien, zum Beispiel
Wasserfarben
Neocolor oder Wachskreiden
Buntstifte
Filzstifte
Acrylstifte
Pinsel
optional auch Collagematerial, Papierstücke, Fotos, getrocknete Blumen oder kleine Erinnerungsstücke
eine ruhige Zeit von etwa 20 Minuten
So kannst du beginnen
Lege dir verschiedene Materialien und Farben bereit.
Atme einmal bewusst ein und aus.
Greife nicht nach dem, was schön aussehen könnte, sondern nach dem, was dich gerade ruft.
Lass dann deine Hand einfach machen.
Wenn die 20 Minuten vorbei sind, schau dein Bild in Ruhe an und notiere dir, was du wahrnimmst.
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du dir für dieses Ritual immer denselben Ort schaffen.
Mit einer Kerze, einer Tasse Tee oder einem Lied im Hintergrund.
So kann aus dem Art Journaling nach und nach ein fester Anker werden.
Nicht, um etwas zu lösen.
Sondern um da sein zu lassen, was gerade da ist.
Impuls
Wenn deine Hand heute sprechen dürfte – was würde sie zeigen wollen?
Schreiben kann helfen, Gedanken zu ordnen und Gefühlen einen Platz zu geben.
Gerade in der Trauer ist im Inneren oft vieles gleichzeitig da:
Sehnsucht, Leere, Liebe, Wut, Dankbarkeit, Überforderung oder Fragen, auf die es keine Antwort gibt.
Ein Tagebuch muss dabei nichts Grosses oder Regelmässiges sein.
Es darf ein Ort für einzelne Sätze sein, für Gedankenfetzen, für schwere Tage oder für kleine Lichtmomente.
Manche schreiben jeden Tag.
Andere nur dann, wenn etwas besonders drängt.
Beides ist gut.
Du kannst festhalten, was heute schwer war.
Was dich an dein Kind erinnert hat.
Was du ihm gerne sagen würdest.
Oder einfach das aufschreiben, was gerade da ist, ohne es erklären zu müssen.
So kann das Schreiben mit der Zeit zu einem stillen Begleiter werden.
Zu einem Ort, an dem alles da sein darf.
Ohne bewertet zu werden.
Ohne richtig oder falsch.
Was du dafür brauchst
ein Notizbuch, Heft oder einzelne Blätter
einen Stift, der sich angenehm anfühlt
optional einen festen Ort oder eine ruhige Zeit am Tag
Womit du beginnen könntest
Heute war schwer, weil …
Heute habe ich an dich gedacht, als …
Was ich dir gerne sagen möchte …
Im Moment fühlt es sich an wie …
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du dir vor dem Schreiben eine kleine Pause gönnen.
Eine Kerze anzünden, einen Tee trinken oder kurz die Hände auf dein Herz legen.
Dann schreibe für ein paar Minuten, ohne etwas schön formulieren zu müssen.
Einfach ehrlich.
Einfach für dich.
Wenn du magst, kannst du am Ende einen Satz unterstreichen, der sich wichtig anfühlt.
Oder die Seite mit einem kleinen Symbol schliessen.
Impuls
Welche Gedanken oder Worte möchten heute einen Platz bekommen?
Manchmal gibt es Dinge, die wir unserem Kind noch sagen möchten.
Worte der Liebe.
Der Sehnsucht.
Der Wut.
Der Dankbarkeit.
Oder einfach das, was gerade da ist.
Einen Brief an dein Kind zu schreiben, kann helfen, dieser inneren Verbindung Ausdruck zu geben.
Es muss kein schöner oder fertiger Text sein.
Es darf roh, zart, chaotisch, liebevoll oder ganz schlicht sein.
Alles darf Platz haben.
Du kannst deinem Kind erzählen, wie es dir gerade geht.
Was du vermisst.
Was du dir gewünscht hättest.
Was du erinnerst.
Oder was du ihm heute mitgeben möchtest.
Manche schreiben nur einen einzigen Brief.
Andere immer wieder.
Zu besonderen Tagen, in schweren Momenten oder dann, wenn etwas im Herzen drängt.
So kann das Briefeschreiben zu einem stillen Ritual werden.
Zu einem Ort, an dem Beziehung weitergelebt werden darf.
Was du dafür brauchst
Papier, Karten oder ein schönes Briefpapier
einen Stift, der sich gut anfühlt
optional einen Umschlag, eine Box oder einen besonderen Ort zum Aufbewahren
Womit du beginnen könntest
Liebe/r …
Heute möchte ich dir sagen …
Ich vermisse …
Ich erinnere mich an …
Was ich dir heute mitgeben möchte, ist …
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du den Brief nicht nur schreiben, sondern ihm danach auch einen Platz geben.
Du kannst ihn in deine Erinnerungsbox legen, an einen besonderen Ort bringen, unter eine Kerze legen oder ihn laut vorlesen.
Manche Eltern schreiben auch an Geburtstagen, am errechneten Termin oder an Feiertagen einen Brief.
Impuls
Was möchtest du deinem Kind heute sagen, wenn alles Platz haben darf?
Eine Kerze kann in der Trauer mehr sein als nur ein Licht.
Sie kann ein Zeichen der Erinnerung sein.
Ein stiller Gruss.
Ein kleiner Moment der Verbindung.
Eine Kerze selbst zu gestalten, kann helfen, dieser Bedeutung eine ganz persönliche Form zu geben.
Manche schreiben den Namen ihres Kindes darauf.
Andere gestalten sie mit kleinen Symbolen, Farben, Goldakzenten, Trockenblumen oder einem Wort, das sich stimmig anfühlt.
Auch ganz schlichte Kerzen können sehr besonders sein.
Beim Gestalten entsteht oft etwas Ruhiges.
Die Hände haben zu tun.
Der Blick wird weich.
Und nach und nach entsteht ein Erinnerungslicht, das einen Platz im Alltag oder an besonderen Tagen bekommen kann.
Die Kerze muss nicht perfekt sein.
Sie darf schlicht, zart, bunt oder ganz reduziert werden.
Sie darf zu eurem Kind passen.
Zu eurer Geschichte.
Zu dem, was ihr damit verbinden möchtet.
Was du dafür brauchst
eine schlichte Kerze, zum Beispiel eine Stumpenkerze oder eine Kerze im Glas
Material zum Gestalten, zum Beispiel Kerzenstifte, Wachsplatten, kleine Trockenblumen, Bänder oder dezente Verzierungen
optional eine Unterlage und etwas Zeit in Ruhe
Womit du beginnen könntest
mit dem Namen deines Kindes
mit einem kleinen Herz oder Stern
mit einem Wort wie
geliebt
verbunden
für immer
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du die Kerze nach dem Gestalten nicht sofort anzünden, sondern ihr erst einen Platz geben.
An einem Erinnerungsort zu Hause.
Auf dem Tisch an besonderen Tagen.
Oder am Fenster als stilles Licht.
Beim ersten Anzünden kannst du einen Moment innehalten und dir sagen:
Dieses Licht ist für dich.
Impuls
Wie könnte ein Licht aussehen, das dich an dein Kind erinnert?
Manchmal tut es gut, etwas Kleines und Sichtbares zu gestalten, das an dein Kind erinnert.
Etwas, das einen Platz bei dir tragen darf oder an einem besonderen Ort bleiben kann.
Das kann ein Schmuckstück sein, ein Anhänger, ein Band, ein kleiner Stern, ein Herz oder ein anderes Symbol, das sich mit deinem Kind verbunden anfühlt. Manche gestalten auch etwas für ein Grab oder einen Erinnerungsort:
einen kleinen Anhänger, ein Windlicht, ein bemaltes Herz, ein Band oder ein liebevoll dekoriertes Zeichen.
Beim Gestalten geht es nicht darum, etwas Perfektes zu machen.
Es geht darum, mit den Händen etwas entstehen zu lassen, das Liebe, Erinnerung und Verbindung ausdrücken darf.
Etwas, das bleibt.
Etwas, das sichtbar macht:
Du bist da. Du gehörst zu uns.
Ein Erinnerungsstück kann dich im Alltag begleiten.
Ein Grabschmuck kann an besonderen Tagen oder über eine Zeit hinweg einen Ort liebevoll mitgestalten.
Beides darf schlicht sein oder ganz persönlich.
So, wie es für dich und dein Kind stimmig ist.
Was du dafür brauchst
je nach Idee zum Beispiel
ein kleines Holzherz, ein Anhänger oder ein Band
Acrylstifte, Farbe oder feine Marker
Perlen, Draht, Bänder oder kleine Symbole
optional Trockenblumen, Stoffreste oder Naturmaterialien
Womit du beginnen könntest
mit einem Herz oder Stern
mit den Initialen oder dem Namen deines Kindes
mit einer Farbe, die du mit deinem Kind verbindest
mit einem kleinen Wort wie:
geliebt
verbunden
für immer
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du dein Erinnerungsstück oder deinen Grabschmuck nicht nur gestalten, sondern ihm danach ganz bewusst einen Platz geben.
Du kannst ihn an einen Erinnerungsort legen, an einen Ast hängen, zu einem Grab bringen oder bei dir tragen.
Dabei kannst du dir leise sagen:
Dies ist für dich. Ein Zeichen meiner Liebe.
Impuls
Welches kleine Zeichen könnte dich im Alltag oder an einem besonderen Ort an dein Kind erinnern?
Ein Lichtglas zu gestalten kann eine schöne Möglichkeit sein, Trauer und Erinnerung mit den Händen auszudrücken.
Aus einem einfachen Marmeladenglas kann ein kleines Erinnerungslicht entstehen, das Wärme, Farbe und Verbundenheit in den Alltag bringt.
Manche bekleben ein Glas von aussen mit Glasmosaiksteinen in Farben, die sich stimmig anfühlen.
Andere füllen das Glas mit kleinen Steinchen, Kristallen oder Glasnuggets und stellen ein Teelicht in die Mitte.
So entsteht ein leuchtender Ort, der an das Kind erinnern und an besonderen Tagen oder im Alltag einen stillen Platz bekommen kann.
Besonders schön kann es sein, Farben zu wählen, die du mit deinem Kind verbindest.
Zart und hell, bunt und lebendig oder ganz ruhig und schlicht.
Auch kleine Herzen, Sterne oder andere Symbole können eingearbeitet werden.
Das Gestalten selbst darf dabei schon Teil der Trauerarbeit sein.
Stein für Stein.
Ganz ohne Eile.
Ganz auf deine Weise.
Was du dafür brauchst
ein sauberes Marmeladenglas oder ein anderes Glas
Glasmosaiksteine oder kleine Glasnuggets
einen guten transparenten Kleber - am besten einen Bastel oder Mosaikkleber, der für Glas geeignet ist und nach dem Trocknen gut hält
ein Teelicht oder LED Teelicht
optional kleine Steinchen oder Glasnuggets zum Befüllen
optional grobes Meersalz zum befüllen, kann man färben und auch mit wenigen Tropfen ätherisches Öl beträufeln
ein Band für den oberen Rand des Glases und Deko, wie kleine Anhängern getrocknete Blumen
Worauf du beim Kleber achten kannst
Wichtig ist ein Kleber, der für Glas geeignet ist und transparent und schnell trocknet.
Wenn das Glas später mit einem echten Teelicht genutzt wird, ist es sinnvoll, auf einen gut haftenden, möglichst hitzebeständigen Kleber zu achten.
Womit du beginnen könntest
Du beklebst das Marmeladenglas aussen mit Glasmosaiksteinen oder Glasnuggets.
Den oberen Rand des Glases kannst du mit Bändern dekorieren, oder was auch immer dir gefällt.
Du kannst auch das innere des Glases mit Steinchen befüllen und dann ein Teelicht reinstellen.
Eine andere andere Option ist das Glas mit grobem Meersalz zu befüllen. Dieses könnte man sogar färben und mit ätherischen Ölen beträufeln.
So leuchtet das Glas nicht nur wunderschön, sondern duftet auch noch.
Wichtig ist dabei, dass das Teelicht stabil steht und die Öle nicht direkt mit der Flamme in Berührung kommen.
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du beim Gestalten jede Farbe oder jeden Stein bewusst auswählen.
Mit jedem Stein kannst du innerlich einen Gedanken, einen Wunsch oder einen Gruss an dein Kind verbinden.
Wenn das Lichtglas fertig ist, zünde es an einem ruhigen Moment an und nimm dir einen Augenblick Zeit.
Vielleicht mit dem Namen deines Kindes.
Vielleicht mit einem Satz wie:
Dieses Licht leuchtet für dich.
Das Lichtglas kann einen Platz zu Hause bekommen, an besonderen Tagen angezündet werden oder Teil eines kleinen Erinnerungsortes sein.
Impuls
Welche Farben, Lichter oder Düfte erinnern dich an dein Kind?
Eine Erinnerungscollage kann helfen, Gedanken, Gefühle und Verbindungen sichtbar zu machen.
Manchmal sind da Bilder, Farben, Wörter oder Symbole, die sich stimmiger anfühlen als ein ganzer Text.
Dann kann es guttun, sie nebeneinander entstehen zu lassen.
Für eine Collage brauchst du nichts perfekt zu planen.
Du kannst sammeln, ausschneiden, ordnen, verschieben und erst nach und nach merken, was zusammengehört.
Vielleicht entstehen Farben, die dich an dein Kind erinnern.
Vielleicht Worte, die etwas ausdrücken, wofür dir sonst die Sprache fehlt.
Vielleicht auch einfach ein Bild, das sich richtig anfühlt.
Eine Collage kann bunt oder ganz ruhig sein.
Zart und reduziert oder voller kleiner Details.
Sie kann einen Platz zu Hause bekommen, in die Erinnerungsbox gelegt oder zu besonderen Tagen wieder hervorgeholt werden.
Auch das Gestalten selbst darf schon etwas Tröstliches haben.
Mit den Händen etwas zusammenfügen.
Etwas ordnen.
Etwas sichtbar machen, das in dir lebt.
Was du dafür brauchst
ein Blatt, Karton oder eine kleine Leinwand
alte Zeitschriften, Bilder, farbige Papiere oder Stoffreste
Schere und Kleber
optional Stifte, Acrylstifte, Trockenblumen, kleine Symbole oder Kopien von Briefen und Karten
Womit du beginnen könntest
mit einer Farbe, die du mit deinem Kind verbindest
mit einem Wort wie
mit Formen wie Herz, Stern, Kreis oder Wolke
mit Bildern, die sich leicht, warm, ruhig oder lebendig anfühlen
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du vor dem Beginnen kurz still werden und dich fragen:
Was möchte heute sichtbar werden?
Dann suchst du nicht nach dem Schönsten, sondern nach dem, was dich anspricht.
Am Ende kannst du die Collage einen Moment anschauen und wahrnehmen, was sie in dir auslöst.
Vielleicht bekommt sie danach einen Platz an einem Erinnerungsort.
Oder du legst sie in deine Box und nimmst sie später wieder hervor.
Impuls
Welche Bilder, Farben oder Worte erzählen heute etwas von deinem Kind oder deiner Verbindung?
Ein Grab oder Erinnerungsort darf sich mit der Zeit verändern.
So wie sich auch die Jahreszeiten verändern.
Manchen Eltern tut es gut, diesen Ort immer wieder neu und passend zur Jahreszeit zu gestalten.
Nicht gross oder aufwendig.
Sondern mit kleinen Zeichen, die sagen:
Ich denke an dich.
Du bist da.
Du fehlst.
Im Frühling können Blumen, helle Farben oder ein kleines Zeichen für neues Leben passend sein.
Im Sommer vielleicht etwas Leichtes, Natürliches oder Blühendes.
Im Herbst warme Töne, Blätter, kleine Naturmaterialien oder ein Licht.
Im Winter eine Kerze, ein Stern, Tannenzweige oder etwas, das Wärme und Erinnerung schenkt.
Auch besondere Tage können darin ihren Platz finden:
der Geburtstag, der errechnete Termin, Weihnachten, Ostern, Muttertag, Vatertag oder andere Tage, die für euch wichtig sind.
Das Gestalten kann helfen, die Verbindung zum Kind im Alltag und im Jahreslauf spürbar zu halten.
Und es kann guttun, mit den Händen etwas Kleines und Liebevolles an einen Ort zu bringen, der mit dem Kind verbunden ist.
Es muss nichts Perfektes sein.
Oft sind es gerade die einfachen Dinge, die berühren.
Ein Band.
Ein Stein.
Eine Blume.
Ein Licht.
Ein kleines Herz.
Was du dafür brauchst
je nach Jahreszeit und Idee zum Beispiel
Blumen oder kleine Zweige
Bänder in Natur oder Lieblingsfarben
kleine bemalte Steine
Kerzen oder Windlichter
Naturmaterialien wie Blätter, Kastanien, Muscheln oder Tannenzweige
kleine Symbole wie Sterne, Herzen oder Anhänger
optional wetterfeste Deko für draussen
Ideen nach Jahreszeit
Frühling
Blumen, helle Bänder, kleine Schmetterlinge, zarte Farben, ein Zeichen für Neubeginn
Sommer
Blühendes, Muscheln, leichte Stoffbänder, Sonnenfarben, kleine Blumenkränze
Herbst
Blätter, warme Töne, Kastanien, Trockenblumen, ein Windlicht oder ein Stein mit Goldakzent
Winter
Tannenzweige, Sterne, Kerzenlicht, ein kleiner Anhänger, die Lücke im Baum oder ein stilles Weihnachtszeichen
Kleine Ritualidee
Vielleicht magst du dir zu jeder neuen Jahreszeit einen kurzen Moment nehmen und dich fragen:
Was passt jetzt zu dir, zu deinem Kind und zu dieser Zeit?
Dann gestaltest du den Ort ganz bewusst neu.
Vielleicht mit einer Blume, einem Licht oder einem kleinen Symbol.
Währenddessen kannst du innerlich einen Gedanken oder Gruss an dein Kind richten.
Zum Beispiel:
Ich denke an dich in dieser Jahreszeit. Du gehörst dazu.
So kann das saisonale Gestalten zu einem wiederkehrenden Ritual werden.
Ein stiller Weg, die Verbindung lebendig zu halten.
Impuls
Welche Farben, Symbole oder kleinen Zeichen passen für dich und dein Kind zu dieser Jahreszeit?
Mit Ton oder Fimo zu arbeiten kann in der Trauer auf eine ganz eigene Weise guttun.
Die Hände sind beschäftigt.
Der Körper arbeitet mit.
Und manchmal darf dabei etwas hinaus, das in Worten kaum Platz findet.
Gerade das Kneten, Drücken, Rollen und Formen braucht Kraft in den Händen.
Deshalb kann diese Art des Gestaltens besonders hilfreich sein, wenn schwere oder angespannte Gefühle da sind.
Zum Beispiel Wut.
Ohnmacht.
Innere Unruhe.
Oder das Bedürfnis, etwas einfach spürbar zu machen.
Du musst dabei nichts Bestimmtes erschaffen.
Es geht nicht darum, etwas Schönes oder Perfektes zu machen.
Manchmal reicht es schon, das Material zu kneten und zu drücken.
Manchmal entsteht daraus ein Herz, ein Stein, ein kleines Lichtobjekt, ein Anhänger, eine Schale oder ein Symbol für dein Kind.
Ton und Fimo laden dazu ein, Gefühle über die Hände in eine Form zu bringen.
Etwas zu halten.
Etwas zu verändern.
Etwas entstehen zu lassen, das vorher nur in dir war.
Auch das kann Trauerarbeit sein.
Nicht nur durch Denken.
Sondern durch Spüren.
Durch Kraft.
Durch Form.
Was du dafür brauchst
Ton oder Fimo
eine Unterlage
etwas Wasser bei Ton
optional Ausstechformen, Stempel, kleine Naturmaterialien oder Werkzeuge zum Strukturieren
bei Fimo optional einen Backofen, je nach Produkt
Was daraus entstehen könnte
eine Figur
ein kleiner Handschmeichler
eine Schale für Erinnerungsstücke
ein Anhänger für einen Erinnerungsort
ein Stern, ein Symbol oder eine kleine Figur
ein Abdruck mit Muster, Blatt oder Spitze
Kleine Ritualidee
Vielleicht beginnst du nicht mit der Frage, was du machen möchtest, sondern mit der Frage:
Was braucht gerade meine Hand?
Mehr Druck.
Mehr Bewegung.
Mehr Ruhe.
Mehr Form.
Dann darfst du einfach kneten, drücken, rollen oder formen, ohne Ziel.
Wenn daraus etwas entsteht, darf es bleiben.
Wenn nicht, war auch der Weg schon genug.
Impuls
Welche Gefühle möchten gerade nicht nur gedacht, sondern mit den Händen bewegt werden?
Wenn ein Baby stirbt, bleibt oft so vieles unsichtbar.
Und doch ist da eine Geschichte.
Eine Verbindung.
Ein kleines Leben, das Spuren hinterlassen hat.
Erinnerungen zu bewahren kann helfen, dieser Verbindung einen Platz zu geben.
Nicht, um festzuhalten, was nicht mehr greifbar ist.
Sondern um liebevoll sichtbar zu machen, was für immer dazugehört.
Manche Eltern sammeln Ultraschallbilder, Fotos, Karten, den Namen ihres Kindes, Briefe oder kleine Dinge aus dieser Zeit.
Andere gestalten einen stillen Ort zu Hause oder bewahren Erinnerungsstücke in einer Box auf.
Auch wenige, ganz schlichte Dinge können von grosser Bedeutung sein.
Es geht nicht darum, möglichst viel aufzubewahren.
Es geht darum, das zu schützen, was sich wertvoll anfühlt.
Was trägt.
Was verbindet.
Was sagt: Du warst da. Du bist Teil unserer Familie.
Jede Erinnerung darf ihren eigenen Platz finden.
Sichtbar im Alltag oder gut behütet für besondere Momente.
Alles darf sein.
Nichts muss.
Impulse
Was möchte ich bewahren?
Was gehört zu meinem Kind – zu uns?
Was darf einen Platz bekommen?
Wenn ein Baby stirbt, endet die Beziehung nicht einfach.
Die Verbindung bleibt oft spürbar – in der Liebe, in der Sehnsucht, in Erinnerungen, in kleinen Zeichen im Alltag.
Viele Eltern erleben es als tröstlich, ihrem Kind innerlich und äusserlich weiter verbunden zu bleiben.
Nicht, um festzuhalten, was nicht mehr da ist.
Sondern um der Liebe einen Platz zu geben, die bleibt.
Diese Verbindung kann ganz unterschiedlich aussehen.
Manchmal zeigt sie sich in Erinnerungen, in Ritualen oder in einem Ort für das Kind.
Manchmal in Gedanken, Gesprächen, Symbolen oder stillen Momenten.
Es gibt keinen richtigen Weg.
Nur euren.
In Verbindung zu bleiben kann helfen, dem Kind weiterhin einen Platz im eigenen Leben zu geben.
Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch im Heute.
Liebevoll.
Still.
Und auf eine Weise, die sich stimmig anfühlt.
Impulse
Was würde ich meinem Kind heute sagen wollen?
Wann fühle ich mich meinem Kind besonders nah?
Wie zeigt sich unsere Verbindung heute?
💛 Mit deinem Kind sprechen
Vielleicht sprichst du mit deinem Kind.
Leise. In Gedanken. Oder auch laut.
Erzählst vom Tag.
Von dem, was schwer war. Oder von dem, was schön war.
Wie mit jemandem, der da ist. Nur anders.
Impuls
Was würde ich meinem Kind heute gerne erzählen?
💛 Ein Brief an dein Kind
Manchmal finden Worte leichter ihren Weg, wenn du sie aufschreibst.
Ein Brief.
Ein Gedanke.
Ein Satz.
Du kannst alles sagen, was gerade da ist.
Impuls
Was möchte ich meinem Kind sagen, das noch keinen Platz hatte?
💛 Gemeinsame Momente im Alltag
Verbindung passiert oft ganz leise.
Beim Spazieren.
Beim Kochen.
Beim Einschlafen.
Ein Gedanke, der kommt.
Ein inneres „Da bist du“.
Impuls
Wann fühle ich mich meinem Kind im Alltag besonders nah?
💛 Zeichen wahrnehmen
Manche Eltern erleben kleine Zeichen.
Ein Lichtmoment.
Ein Gefühl.
Ein Zufall, der sich nicht zufällig anfühlt.
Du musst nichts suchen.
Und nichts glauben.
Aber du darfst wahrnehmen, was sich für dich wie Verbindung anfühlt.
Impuls
Gibt es Momente, die sich wie Nähe anfühlen?
💛 Gemeinsam etwas tun
Vielleicht magst du etwas tun,
bei dem dein Kind innerlich dabei ist.
Ein Spaziergang.
Ein Lied hören.
Eine Kerze anzünden.
Nicht für dein Kind.
Sondern mit deinem Kind.
Impuls
Was würde ich heute gerne gemeinsam mit meinem Kind tun?
💛 Dein Kind in Entscheidungen einbeziehen
Vielleicht fragst du dein Kind innerlich um Rat.
Bei kleinen Dingen. Oder bei grossen.
Nicht, weil du eine Antwort „hörst“.
Sondern weil es dich verbindet.
Impuls
Was würde ich mein Kind gerne fragen?
Verbindung muss nichts Grosses sein.
Manchmal ist sie nur ein Gedanke.
Und manchmal genau das, was dich trägt.
Wenn ein Baby stirbt, fehlt oft nicht nur das Kind selbst.
Es fehlt auch die selbstverständliche Sichtbarkeit.
Für viele Eltern ist das schmerzhaft.
Denn ihr Kind ist da gewesen.
Es gehört zur Familie.
Es hat einen Platz.
Das Kind sichtbar zu machen, kann eine liebevolle Form des Erinnerns sein.
Nicht laut und nicht für andere.
Sondern so, wie es sich für die eigene Familie richtig anfühlt.
Manchmal geschieht das durch den Namen, der ausgesprochen wird.
Durch ein Bild, eine Kerze, ein Schmuckstück, ein Sternenband oder einen besonderen Gegenstand.
Manchmal durch ein Ritual an wichtigen Tagen.
Oder durch kleine Zeichen im Alltag, die sagen:
Du bist und bleibst ein Teil von uns.
Jede Familie findet dafür ihre eigene Sprache.
Manche sichtbar nach aussen.
Manche ganz still im Inneren.
Beides ist wertvoll.
Das Kind sichtbar zu machen, kann helfen, Liebe auszudrücken, die keinen gemeinsamen Alltag leben konnte und doch weiter da ist.
Impuls
Wie möchtest du deinem Kind in deinem Leben einen sichtbaren Platz geben?
⭐ 1. Der Name darf da sein
Den Namen deines Kindes bewusst im Alltag verwenden.
Vielleicht sprichst du ihn laut aus.
Vielleicht schreibst du ihn auf eine Karte, in dein Notizbuch oder an einen Ort in deinem Zuhause.
→ Der Name macht sichtbar: Dein Kind hat existiert. Und gehört dazu.
🕯️ 2. Ein fester Platz zu Hause
Ein kleiner Ort, der deinem Kind gehört.
Eine Kerze, ein Stein, ein Bild, vielleicht Ultraschallbilder oder kleine Erinnerungen.
Ganz schlicht. Ganz persönlich.
→ Ein Ort, an den du gehen kannst – und an dem dein Kind da sein darf.
🌿 3. Ein Symbol im Alltag
Ein kleines Zeichen, das dich begleitet.
Ein Stein in der Tasche.
Ein Schmuckstück.
Ein kleines Herz am Schlüsselbund.
→ Etwas, das nur du kennst – und das dich immer wieder verbindet.
📷 4. Erinnerungen sichtbar halten
Alles, was da ist, darf bleiben.
Bilder, Karten, Briefe, kleine Dinge.
Vielleicht in einer Erinnerungsbox oder an einem bestimmten Ort.
→ Erinnerungen verschwinden nicht – sie dürfen einen Platz haben.
🌳 5. Ein lebendiges Zeichen
Etwas, das wächst oder sich verändert.
Ein Baum. Eine Pflanze. Blumen auf dem Balkon oder im Garten.
Etwas, das du pflegst.
→ Verbindung kann sich auch lebendig anfühlen – nicht nur still.
🖋️ 6. Ein Zeichen auf deiner Haut
Manche Eltern entscheiden sich dafür, ihr Kind auf ihrer Haut sichtbar zu machen.
Ein kleines Symbol. Ein Name. Ein Datum.
Etwas, das nur für sie eine Bedeutung trägt.
→ Verbindung für immer - Erinnerung die nie verloren gehen kann.
Trauer braucht nicht nur besondere Tage.
Oft sind es gerade die kleinen, wiederkehrenden Momente, die Halt geben können.
Rituale im Alltag müssen nichts Grosses sein.
Manchmal ist es ein Licht am Abend.
Ein stiller Gedanke am Morgen.
Ein Lied.
Ein Spaziergang.
Ein paar Worte an das Kind.
Solche Rituale können helfen, der Trauer einen sanften Platz im Leben zu geben.
Sie schaffen kleine Inseln des Erinnerns.
Momente, in denen Liebe, Sehnsucht und Verbundenheit da sein dürfen.
Nicht jedes Ritual passt für jede Zeit.
Manches trägt lange.
Manches nur für eine Weile.
Auch das ist in Ordnung.
Es geht nicht darum, etwas richtig zu machen.
Sondern darum, etwas zu finden, das sich stimmig anfühlt.
Etwas, das gut tut.
Etwas, das verbindet.
Impulsfrage
Welche kleinen Rituale könnten dir im Alltag Halt geben und dich deinem Kind nahe fühlen lassen?
🕯️ 1. Das Licht-Ritual am Abend
Zünde jeden Abend (oder wann es sich richtig anfühlt) eine Kerze für dein Kind an.
Vielleicht immer zur gleichen Zeit. Vielleicht ganz frei.
Du kannst dabei nichts sagen – oder einen Satz, der sich stimmig anfühlt:
„Für dich.“
„Du bist da.“
„Ich denke an dich.“
→ Ein wiederkehrender Moment, der Verbindung schafft und den Tag sanft abschliesst.
🌿 2. Der Tee-Moment
Nimm dir bewusst eine Tasse Tee – nicht nebenbei, sondern nur für dich.
Halte die Tasse in beiden Händen. Spüre die Wärme.
Beobachte, wie sie langsam in deinen Körper fliesst.
Vielleicht verbindest du diesen Moment mit einem Gedanken an dein Kind.
Oder einfach mit dir selbst.
→ Ein kleines Ritual, das dich zurück in deinen Körper bringt und Halt gibt.
🤍 3. Etwas in der Hand halten
Ein Stein, ein Ärfeli, ein kleines Herz – etwas, das du greifen kannst.
Immer dann, wenn es schwer wird:
in der Hosentasche, im Bett, beim Spazieren.
→ Trauer wird oft sehr „gross“. Etwas Kleines in der Hand macht sie wieder greifbarer.
✍️ 4. Ein Satz für dein Kind
Schreibe jeden Tag (oder immer wieder) einen Satz an dein Kind.
Nicht viel. Kein Druck.
Ein Gedanke. Ein Gefühl. Ein „Heute habe ich an dich gedacht, als…“
→ So entsteht langsam eine leise, bleibende Verbindung.
🌙 5. Der „Ich bin noch da“-Moment
Einmal am Tag ganz bewusst innehalten.
Vielleicht im Badezimmer. Am Fenster. Im Bett.
Eine Hand auf dein Herz. Eine auf deinen Bauch.
Und ein leiser Satz:
„Ich bin noch da.“
Manchen Eltern tut es gut, ihrem Kind einen ganz eigenen Ort zu geben.
Einen Platz, der erinnert.
Der verbindet.
Der sagen darf: Du gehörst zu uns.
Das kann ein kleiner Ort zu Hause sein.
Mit einer Kerze, einem Bild, einer Erinnerungskarte oder besonderen Dingen, die mit dem Kind verbunden sind.
Manchmal ist es auch ein Platz draussen.
Ein Baum, eine Bank, ein Garten, ein Weg.
Ein Ort, an dem Nähe spürbar wird.
So ein Ort muss nicht gross sein.
Oft sind es gerade die kleinen, stillen Plätze, die Trost schenken.
Ein Ort für Tränen.
Für Gedanken.
Für Erinnerungen.
Für Liebe, die bleibt.
Vielleicht wird dieser Ort mit der Zeit wachsen.
Vielleicht bleibt er ganz schlicht.
Beides ist gut.
Es geht nicht darum, etwas Schönes zu gestalten.
Sondern darum, einen Platz zu schaffen, der sich stimmig anfühlt.
Einen Ort, an dem dein Kind da sein darf.
In deinem Alltag.
In deinem Herzen.
In deinem Leben.
Impulse
Gibt es einen Ort, an dem du dich deinem Kind besonders nah fühlst oder einen Ort, den du ihm schenken möchtest?
Wie könnte ein Ort für mein Kind aussehen?
Was würde ich dort gerne hinlegen?
Wann zieht es mich zu diesem Ort?
Es gibt Tage, die besonders schwer sein können.
Der errechnete Geburtstermin.
Der Geburtstag.
Der Todestag.
Feiertage.
Muttertag oder Vatertag.
Tage, an denen die Lücke noch spürbarer wird.
An solchen Tagen kann es guttun, ihnen bewusst einen kleinen Rahmen zu geben.
Nicht, um den Schmerz kleiner zu machen.
Sondern um ihm Raum zu geben.
Und der Liebe ebenso.
Manche Eltern zünden eine Kerze an, besuchen einen besonderen Ort, schreiben ihrem Kind, backen etwas, hören ein bestimmtes Lied oder verbringen den Tag ganz bewusst als Familie.
Andere möchten sich zurückziehen, still sein oder den Tag ganz schlicht halten.
Auch das darf richtig sein.
Es gibt kein festes Ritual, das passen muss.
Wichtig ist nur, was sich für euch stimmig anfühlt.
Was trägt.
Was verbindet.
Was eurem Kind an diesem Tag einen Platz gibt.
Besondere Tage dürfen traurig sein.
Und zart.
Und schön.
Manchmal alles gleichzeitig.
Impulsfrage
Was könnte dir an besonderen Tagen helfen, deinem Kind nahe zu sein?
5 Ideen für besondere Tage
1. Einen Platz freihalten
An Weihnachten, Ostern oder bei Familienfesten kann ein leerer Platz am Tisch, ein besonderer selbst gebastelter Teller oder ein kleines Symbol zeigen: Du gehörst dazu. Du fehlst. Und du bist da.
2. Eine sichtbare Lücke bewusst gestalten
Wie die Lücke im Weihnachtsbaum, ein Stern am Fenster, eine Kerze oder ein besonderer Anhänger. Ein kleines Zeichen, das ausdrückt, dass jemand fehlt und trotzdem mitgemeint ist.
3. Den Geburtstag bewusst begehen
Einen kleinen Kuchen backen, eine Kerze anzünden, den Namen aussprechen, einen Brief schreiben, im Wald ein Gedenkmandala bauen, oder etwas tun, das sich wie ein stilles Geburtstagsritual anfühlt.
4. Im Namen des Kindes etwas weitergeben
Ein Spielzeug, ein Buch, Kinderkleidung oder etwas Selbstgemachtes verschenken oder spenden. Eine liebevolle Geste, die Verbindung schafft und dem Kind auf besondere Weise einen Platz gibt.
5. Ein Erinnerungsritual als Familie schaffen
Zum Beispiel gemeinsam einen Ort besuchen, Blumen hinlegen, einen Luftballon nicht steigen lassen sondern einen Wunsch aufschreiben, einen Stein bemalen oder zusammen eine Erinnerungskiste öffnen.
Wenn alles innerlich unruhig ist,
kann es helfen, etwas Äusseres zu spüren.
Etwas, das da ist.
Etwas, das bleibt.
Ein kleiner Gegenstand in deiner Hand
kann zu einem Anker werden.
Still.
Unauffällig.
Und doch spürbar.
Vielleicht ein Stein.
Ein kleines Herz.
Ein Ärfeli.
Etwas, das du halten kannst,
wenn Worte fehlen.
💛 Impulse
Wie fühlt sich dieser Gegenstand in meiner Hand an?
Wird es ruhiger, wenn ich ihn halte?
Kann ich mich für einen Moment nur auf dieses Gefühl konzentrieren?
Steine als Handwärmer/Anker
Vielleicht hilft es dir, etwas Warmes oder Beständiges in der Hand zu halten.
Ein Stein kann so ein Begleiter sein.
Er ist ruhig.
Er ist da.
Er verändert sich nicht.
Du kannst ihn halten, drücken, mitnehmen.
In deiner Tasche.
In deiner Hand.
Wie ein kleiner Anker – für unterwegs oder für einen Moment für dich.
🟫 Rauchquarz – für Ruhe und Erdung
Ein ruhiger, sanfter Stein.
Er kann helfen, wenn sich alles schwer anfühlt.
Er steht für:
Stabilität
Beruhigung
Aushalten
Man sagt, dass Rauchquarz auch eine Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits tragen kann.
Wie eine stille Brücke – zwischen dem, was war, und dem, was bleibt.
👉 Ein Stein für Momente, in denen du einfach nur durchhalten musst.
🌙 Mondstein – für Gefühl und Veränderung
Ein sehr weicher, oft schimmernder Stein.
Er wird oft mit dem weiblichen Körper und seinen Zyklen verbunden.
Er steht für:
Sanftheit
Vertrauen
Wandel
Er erinnert daran, dass sich alles im Leben in Zyklen bewegt.
Auch Trauer darf sich verändern – leise, in ihrem eigenen Rhythmus.
👉 Ein Begleiter in einer Zeit, in der sich so vieles verändert hat.
💗 Rosenquarz – für das Herz
Ein heller, rosafarbener Stein.
Sehr sanft und offen.
Er steht für:
Liebe
Trost
Verbindung
Er wird oft als Stein des Herzens beschrieben.
Wie eine leise Erinnerung daran, dass Liebe bleibt – auch über den Verlust hinaus.
👉 Ein Stein, der dich an die Liebe zu deinem Kind erinnern kann.
Vielleicht ist es nicht der Stein, der wirkt.
Sondern das, was du mit ihm verbindest.
Manchmal erreichen uns Düfte dort, wo Worte nicht mehr hinkommen.
Ein vertrauter Duft kann beruhigen.
Halten.
Ein kleines Stück Sicherheit geben.
Vielleicht als Roller auf der Haut.
Oder als Duft im Raum.
Ein Moment zum Einatmen.
Zum Spüren.
Zum Bei-dir-Sein.
Düfte als Anker in der Trauer
💗 1. Rose – für das Herz
Die Rose ist einer der wichtigsten Düfte in der Trauerarbeit.
Sie wirkt:
tröstend
herzöffnend
verbindend
Sie kann helfen, Gefühle von Liebe und Verbundenheit wieder spürbar zu machen –
auch wenn der Verlust gross ist.
👉 Besonders wertvoll bei:
tiefer Traurigkeit
Sehnsucht
dem Wunsch nach Nähe
🌿 2. Lavendel – für Ruhe und Entlastung
Ein sehr bekannter, aber unglaublich wirksamer Duft.
Er wirkt:
beruhigend
entspannend
ausgleichend
Lavendel hilft dem Körper, aus Anspannung und innerer Unruhe langsam wieder herunterzufahren.
👉 Besonders wertvoll bei:
innerer Unruhe
Schlafproblemen
Überforderung
🍊 3. Orange – für sanfte Helligkeit
Ein warmer, weicher Duft, der nicht „aufhellt“, sondern sanft begleitet.
Er wirkt:
stimmungsaufhellend
beruhigend
leicht stabilisierend
Orange kann helfen, kleine Momente von Leichtigkeit zuzulassen – ohne die Trauer zu verdrängen.
👉 Besonders wertvoll bei:
Schwere
Antriebslosigkeit
innerer Leere
🌿 4. Narde – für tiefe Erdung
Ein weniger bekannter, aber sehr kraftvoller Duft.
Er wirkt:
stark erdend
stabilisierend
tief beruhigend
Narde kann helfen, wenn alles „wegrutscht“ und nichts mehr Halt gibt.
👉 Besonders wertvoll bei:
Kontrollverlust
starkem emotionalen Chaos
dem Gefühl, den Boden zu verlieren
🌸 5. Neroli (Orangenblüte) – für Trost und Schutz
Ein sehr feiner, besonderer Duft.
Er wirkt:
tröstend
schützend
sanft stabilisierend
Neroli wird oft eingesetzt, wenn Gefühle sehr intensiv sind und ein innerer „Schutzraum“ gebraucht wird.
👉 Besonders wertvoll bei:
emotionaler Überwältigung
Verletzlichkeit
Angst
Du musst nicht den „richtigen“ Duft finden.
Oft ist es der Duft, der dich gerade anspricht.
Vielleicht magst du dir einen Moment nehmen,
einen Duft bewusst einatmen und einfach spüren, was sich zeigt.
Düfte anwenden - zwei Ideen für dich
Düfte können dich auf unterschiedliche Weise begleiten.
Ganz sanft. Ganz in deinem Tempo.
Du kannst sie im Raum wirken lassen – oder ganz nah bei dir tragen.
Diffuser für den Raum
Ein Diffuser verteilt den Duft im Raum und schafft eine ruhige, haltende Atmosphäre.
So kannst du es machen:
Diffuser mit Wasser füllen (nach Anleitung)
insgesamt 3–5 Tropfen ätherisches Öl dazugeben
einschalten und den Duft einfach wirken lassen
👉 Du kannst einen einzelnen Duft verwenden oder mehrere kombinieren.
Weniger ist oft mehr. Hier kann man auch sehr gut etwas herum probieren.
Wir mögen die Ätherischen Öle von Primavera.
💛 Beispielmischung „Sanfter Halt“
2 Tropfen Lavendel
1 Tropfen Orange
1 Tropfen Neroli
→ beruhigend, tröstend, leicht aufhellend
💛 Beispielmischung „Erdung & Ruhe“
2 Tropfen Lavendel
1 Tropfen Narde
1 Tropfen Rose
→ stabilisierend, tief beruhigend, herzöffnend
Als Duftroller (für Unterwegs)
Ein Duftroller ist ein kleiner Begleiter für den Alltag.
Du kannst ihn jederzeit bei dir tragen.
Zum Beispiel:
auf das Handgelenk
in die Handflächen (und daran riechen)
sanft auf die Herzgegend
🌿 So stellst du einen Roller her
Du brauchst:
einen leeren Roll-on (10 ml bei Amazon oder einer gut ausgestatteten Naturapotheke)
ein Trägeröl (z. B. Mandelöl)
ätherische Öle
So geht’s:
Fläschchen mit Öl auffüllen
insgesamt ca. 15 Tropfen ätherische Öle dazugeben
verschliessen und leicht schwenken
💛 Beispielmischung „Herzensnähe“
6 Tropfen Lavendel
5 Tropfen Orange
3 Tropfen Rose
1 Tropfen Neroli
→ warm, tröstend, verbindend
💛 Beispielmischung „Innerer Halt“
6 Tropfen Lavendel
4 Tropfen Narde
3 Tropfen Neroli
2 Tropfen Orange
→ erdend, stabilisierend, schützend
Impulse
Was verändert sich in mir, wenn ich diesen Duft einatme?
Wo in meinem Körper nehme ich etwas wahr – Wärme, Ruhe oder vielleicht auch Unruhe?
Gibt es ein Bild, eine Erinnerung oder einen Gedanken, der auftaucht?
Wann im Alltag würde mir dieser Duft gut tun?
Vielleicht fühlt sich dein Bauch gerade fremd an.
Leer.
Oder angespannt.
Vielleicht ist da auch eine Distanz zu diesem Ort, an dem dein Kind war.
Das ist verständlich.
Wärme kann ein erster, ganz leiser Weg sein, wieder in Verbindung zu kommen.
Nicht, um etwas zu verändern.
Sondern um wieder etwas zu spüren.
Eine Tasse Tee kann genau das sein.
Ein Moment, in dem Wärme entsteht.
Und langsam durch deinen Körper fliesst.
Vielleicht bis in deinen Bauch.
Kleiner Körper-Impuls mit Tee
Wenn du magst,
halte die warme Tasse in deinen Händen.
Spüre die Wärme.
Trinke langsam einen Schluck.
Und vielleicht magst du wahrnehmen,
wie sich die Wärme in deinem Körper ausbreitet.
Vom Mund.
Über die Brust.
Bis in deinen Bauch.
Du musst nichts fühlen.
Aber vielleicht zeigt sich ein kleines bisschen Verbindung.
Gedankenimpulse
Wie fühlt sich die Wärme in meinem Körper an?
Wo nehme ich sie besonders wahr?
Was verändert sich, wenn ich mir Zeit nehme zu trinken?
Kann ich meinen Bauch für einen Moment einfach spüren – ohne ihn zu bewerten?
Was darf in mir gerade weich werden?
5 Tee-Pflanzen für deine Trauer
🌸 1. Rosenblüten – für das Herz
Wirken:
herzöffnend
tröstend
verbindend
Sie können helfen, Gefühle von Liebe und Erinnerung wieder sanft zu spüren.
🌿 2. Melisse – für innere Ruhe
Wirkt:
entspannend
beruhigend
leicht stimmungsaufhellend
Hilft besonders bei innerer Unruhe und einem angespannten Bauchgefühl.
🌼 3. Lindenblüten – für Geborgenheit
Wirken:
umhüllend
lösend
beruhigend
Wie eine warme, innere Decke.
🌺 4. Orangenblüten – für sanfte Helligkeit
Wirken:
leicht beruhigend
tröstend
aufhellend
Sie bringen etwas Licht, ohne die Trauer zu verdrängen.
🌿 5. Passionsblume – für das Nervensystem
Wirkt:
stabilisierend
angstlösend
beruhigend
Besonders hilfreich, wenn Gefühle sehr intensiv sind.
Zwei einfache Teemischungen zum selber machen
💛 „Sanft gehalten“
1 TL Melisse
1 TL Lindenblüten
½ TL Rosenblüten
→ beruhigend, weich, umhüllend
💛 „In Verbindung“
1 TL Rosenblüten
1 TL Orangenblüten
½ TL Passionsblume
→ herzöffnend, tröstend, stabilisierend
🌿 Zubereitung
1–2 TL Mischung pro Tasse
mit heissem Wasser (ca. 90°C) übergiessen
5–8 Minuten ziehen lassen
Langsam trinken. In deinem Tempo.
Wenn Gedanken kreisen, kann es helfen, dich im Hier und Jetzt zu verankern.
Vielleicht magst du einmal schauen:
5 Dinge, die du sehen kannst
4 Dinge, die du fühlen kannst
3 Dinge, die du hören kannst
2 Dinge, die du riechen kannst
Ganz ohne Druck. Diese Übung kann dir bei starker Überforderung helfen dich wieder zu erden.
Impuls
Was ist gerade da – genau in diesem Moment?
Manchmal hilft eine kleine, ruhige Bewegung.
Hin- und herwiegen.
Langsam gehen.
Etwas in der Hand drehen.
Bewegung kann beruhigen, ohne dass du etwas leisten musst.
Impuls
Welche Bewegung fühlt sich gerade beruhigend an?
Wenn alles zu viel wird, kann ein klarer Reiz helfen, wieder ins Hier zu kommen.
Manchmal hilft nicht nur Wärme.
Manchmal hilft auch ein klarer, kühler Impuls.
Kaltes Wasser an den Händen.
Oder im Gesicht.
Ein Moment, der dich zurückholt aus dem Gedankenkarussell in den Körper.
Impuls
Was verändert sich, wenn ich bewusst kaltes Wasser spüre?
Ist mir Wärme lieber oder Kälte? Merke ich einen Unterschied in ihrer Wirkweise?
Manchmal ist niemand da, der dich gerade halten kann.
Und vielleicht darfst du dich für einen Moment selbst halten.
Eine Hand auf deinem Arm.
Oder auf deinem Bauch.
Oder dein Körper, den du bewusst spürst.
Nicht perfekt.
Aber da.
💛 Impuls
Wie fühlt es sich an, wenn ich mich selbst einen Moment lang halte?
Halt muss nichts Grosses sein.
Manchmal sind es ganz kleine Dinge,
die dich durch einen Moment tragen.
Ein Schluck Tee.
Ein Blick aus dem Fenster.
Ein bewusstes Stehenbleiben.
Ein Moment, in dem du dich selbst wieder spürst.
Impulse
Was hilft mir gerade für die nächsten 5 Minuten?
Was gibt mir ein kleines bisschen Ruhe?
Wer oder was gibt mir Halt?
Manchmal kann ein Satz helfen, wenn Gedanken zu laut werden.
Ein Satz, der bleibt.
Der dich begleitet.
Zum Beispiel:
Auch wenn die Wellen manchmal höher schlagen, ich kann schwimmen.
Ich bin okay, so wie ich gerade bin.
Ich halte das gerade aus.
Impuls
Welcher Satz könnte mich gerade begleiten.
Wir haben ein Affirmationskartenset, das dir helfen kann und die eine grosse Auswahl an Affirmationen anbietet. Frage uns gerne danach.
Auch wenn dein Baby nicht bei dir ist:
Dein Körper war schwanger. Dein Körper hat geboren.
Du darfst dir ein Wochenbett nehmen.
Das bedeutet:
Ruhe statt Funktionieren
Wärme statt Druck
Rückzug statt Erwartungen
Vielleicht hilft dir der Gedanke:
Du bist nicht „leer“ und dein Körper hat nicht versagt – dein Körper hat etwas Unglaubliches geleistet.
Kleine Impulse:
Wärme auf den Bauch (Wärmflasche) oder in den Bauch (Tee)
Viel liegen oder ruhen
Unterstützung annehmen (Essen, Haushalt)
bewusst langsamer werden
Gedanke:
Was wäre jetzt ein kleiner, liebevoller Schritt für mich und meinen Körper?
Irgendwann kann es gut tun, wieder sanft in den Körper zurückzufinden.
Nicht, um „zurückzukehren“ – sondern um dich wieder zu spüren und dem Körper Raum zum heilen zu geben.
Es gibt spezielle Rückbildungskurse für Sternenmamas (scrolle weiter nach unten für Rückbildungskurse).
Dort darf alles da sein: Körper, Trauer, Austausch.
Warum das wichtig ist:
Beckenboden und Körper brauchen Unterstützung
Vertrauen in den eigenen Körper darf langsam wachsen
Verbindung statt Trennung
🌿 Geführter Impuls – Vom Bauch ins Herz
(vielleicht kann dir das jemand vorlesen, dem du vertraust und bei dem du dich sicher fühlst)
Vielleicht magst du dir einen ruhigen Moment nehmen.
Wenn es sich für dich stimmig anfühlt, lege eine Hand auf deinen Bauch.
Und vielleicht eine auf dein Herz.
Spüre einen Moment lang einfach nur.
Ohne etwas verändern zu wollen.
Beobachte deinen Bauch - wie er sich hebt und senkt.
Beobachte dein Herz - wie es, trotz allem, immer noch schlägt.
Beobachte deinen Atem - wie die Luft kühl einströmt und warm wieder ausfliesst.
Vielleicht erinnerst du dich noch an das Gefühl, als dein Kind noch in deinem Bauch war.
Vielleichst hast du seine Bewegungen gespürt, vielleicht nur seine leise Anwesenheit.
Vielleicht magst du dir vorstellen, dass dein Kind einen neuen Platz gefunden hat.
Aus deinem Bauch heraus - in dein Herz hinein.
Vielleicht darf dein Kind jetzt dort einen ruhigen, liebevollen Platz finden.
Ganz nah bei dir.
Ein Ort, der bleibt.
Ein Ort, der mit dir geht.
Ein Ort, an dem all die Liebe ihre Platz findet, die gerade so verloren scheint.
Und vielleicht entsteht dadurch in deinem Bauch auch wieder ein klein wenig Raum.
Raum zum Atmen.
Raum zum Heilen.
Raum für deinen Körper.
Und vielleicht sogar - irgendwann - auch Raum für sanfte Gedanken, wie Dankbarkeit und Stolz.
Es ist okay, wenn sich dieses Gefühl noch nicht zeigen möchte.
Du musst dir nichts vorstellen, was sich nicht richtig anfühlt.
Vielleicht ist es ein kleiner Samen, der hier gelegt wurde.
Vielleicht für einen Gedanken.
Vielleicht für ein leises Bild.
Vielleicht für etwas, das wachsen darf - ganz in seinem eigenen Tempo.
Bleibe noch einen Moment bei dir.
Bei deinem Atem.
Bei deinen Händen.
Und vielleicht kannst du dir leise sagen:
Du bist bei mir.
Auf deine Weise.
Wenn du soweit bist, lass deine Hände langsam wieder sinken.
Du kannst jederzeit hierhin zurückkehren.
Vielleicht magst du danach für dich schauen:
Wie hast du dich während des Impulses gefühlt?
Gab es einen Moment, der sich anders angefühlt hat als zuvor?
Wo hast du etwas gespürt – oder vielleicht auch nicht?
Hat sich ein Bild, ein Gedanke oder ein Gefühl gezeigt?
Vielleicht magst du etwas aufschreiben.
Oder zeichnen.
Oder einfach in dir wirken lassen.
Trauer ist auch körperlich anstrengend. Man sagt, es ist als würde man täglich einen Marathon laufen. Körperlich, wie auch emotional.
Der Körper verbraucht viel Energie – oft mehr, als man merkt.
Gleichzeitig fällt Essen manchmal schwer.
Ein paar Nährstoffe können dich in dieser Zeit besonders unterstützen:
Magnesium
→ entspannt das Nervensystem
→ hilft bei innerer Unruhe, Anspannung, Schlaf
Omega 3 Fettsäuren
→ unterstützen das Gehirn und die emotionale Stabilität
→ wirken sanft ausgleichend
Vitamin B-Komple
→ wichtig für Nerven und Energie
→ unterstützt bei Erschöpfung
Eisen (je nach Situation)
→ nach Geburt oft relevant
→ wichtig bei Müdigkeit und Schwäche
Warme, einfache Mahlzeiten
→ Suppen, Brei, Tee
→ leicht verdaulich, wärmend, haltend
Gedanke:
Was könnte meinem Körper heute gut tun – auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist?
Hier ist noch ein Blogartikel zu dem Thema.
Wenn alles zu viel und gleichzeitig zu leer ist,
können kleine, wiederkehrende Dinge Halt geben.
Nicht als Pflicht. Sondern als leiser Rahmen.
Ganz einfache Anker:
morgens duschen oder Gesicht waschen
etwas Warmes essen oder trinken
einmal am Tag frische Luft
abends eine Kerze anzünden
Diese kleinen Dinge sagen deinem Körper:
Ich bin noch da. Ich kümmere mich.
Warum das wichtig ist:
gibt Struktur in einem inneren Chaos
stabilisiert das Nervensystem
schafft minimale Sicherheit
Gedanke:
Was ist heute das eine kleine Ding, das ich für mich tun kann?
Wenn alles zu viel ist – oder sich ganz leer anfühlt – bleibt oft nur der Atem.
Er kommt und geht.
Ganz von selbst.
Und manchmal kann er ein kleiner Anker sein.
Nicht, um etwas zu verändern. Sondern um für einen Moment da zu sein.
🌿 Einfache Atemübung
Vielleicht magst du es einmal so versuchen:
Atme ruhig durch die Nase ein.
Und durch den Mund wieder aus.
Ganz ohne Druck.
Wenn es sich gut anfühlt,
lass dein Ausatmen ein wenig länger werden als das Einatmen.
Zum Beispiel:
einatmen auf 3
ausatmen auf 4 oder 5
Du musst dich nicht konzentrieren.
Du musst nichts „richtig“ machen.
Vielleicht spürst du einfach,
wie dein Körper mit jedem Ausatmen ein kleines bisschen loslassen darf.
Mini Impuls
Vielleicht darf jeder Atemzug ein kleiner Moment sein, in dem du einfach nur bist.
🌿 Atem und Körper verbinden
Du kannst dabei eine Hand auf deinen Bauch legen.
Spüre, wie sich dein Bauch hebt beim Einatmen.
Und wieder senkt beim Ausatmen.
Ganz sanft.
Gedanke
Was verändert sich, wenn ich meinen Atem einfach beobachte?
🌿 Optional: Wechselatmung
Wenn du etwas Struktur suchst, kann dir auch eine einfache Form der Wechselatmung helfen.
So geht’s:
schliesse mit einem Finger sanft ein Nasenloch
atme durch das andere ein
wechsle die Seite, halte das andere Nasenloch zu
atme durch das andere Nasenloch aus
Dann umgekehrt.
Du kannst das in deinem eigenen Rhythmus machen.
Ganz ruhig. Ohne Druck.
Schon wenige Atemzüge können helfen,
dein Nervensystem zu beruhigen.
Manchmal kann es gut tun,
den Körper ganz sanft wieder in Bewegung zu bringen.
Ein kleiner Spaziergang.
Ein paar Schritte.
Frische Luft.
Nicht als Ziel.
Sondern als Möglichkeit.
Vielleicht auch ein paar sanfte Yoga Übungen.
Yoga Nidra kann bei Trauer sehr hilfreich sein. Hier findest du ein sanftes Yoga bei Traurigkeit:
Impuls
Was fühlt sich heute nach Bewegung an – und was nicht?
Vielleicht spürst du,
dass dein Körper schneller „Nein“ sagt als sonst.
Zu Gesprächen.
Zu Terminen.
Zu Erwartungen.
Vielleicht wirst du schneller müde.
Vielleicht zieht sich dein Körper zusammen.
Vielleicht hast du weniger Energie für andere Menschen.
Vielleicht bist du viel dünnhäutiger als sonst.
Vielleicht reagierst du auf Kleinigkeiten intensiver, als du es von dir kennst.
Das ist nicht falsch.
Dein Körper schützt dich vor:
Überforderung (zu viele Eindrücke, Gespräche, Entscheidungen)
emotionaler Überflutung (Gefühle, die gerade zu gross sind, um sie gleichzeitig zu tragen)
Erschöpfung (dein Körper braucht Energie für Heilung und Verarbeitung)
äusserem Druck („du solltest wieder funktionieren“, „du musst stark sein“)
Er sagt nicht: „Du kannst das nicht.“
Er sagt eher:
„Gerade ist es zu viel.“
Warum das wichtig ist
Wenn du diese Signale ernst nimmst,
hilfst du deinem Körper, dich zu stabilisieren.
Wenn du sie übergehst,
kann sich alles noch schwerer anfühlen.
Gedanke
Was würde passieren, wenn ich meinem Körper heute ein kleines „Ja“ gebe – indem ich ein „Nein“ nach aussen setze?
Dein Körper weiss oft früher als dein Kopf,
was gerade möglich ist – und was nicht.
Vielleicht fühlt sich dein Körper gerade nicht wie ein sicherer Ort an.
Vielleicht sogar wie ein Ort des Verlusts.
Und gleichzeitig hat er getragen.
Gehalten.
Verbunden.
Vielleicht darf er langsam wieder
ein Ort werden, der dich unterstützt.
Die ersten Stunden nach dem Verlust eines Babys können überwältigend sein. Vielleicht helfen dir diese Hinweise, Schritt für Schritt etwas Orientierung zu finden.
Lass dich, wenn medizinisch nicht wirklich dringender Handlungsbedarf besteht, von niemandem unter Druck setzen. Atme erst einmal durch. Du darfst dir Zeit nehmen, Fragen zu stellen, Informationen einzuholen, Gespräche zu führen und Hilfe dazuzuholen.
Hand- und Fussabdrücke, Fotos, eine Haarlocke oder andere kleine Erinnerungsstücke können später von unschätzbarem Wert sein. Fragt die Hebammen oder später den Bestatter, ob diese für euch gesammelt werden können. Wenn ihr Bilder möchtet, ist es wichtig, möglichst früh Kontakt zu professionellen Sternenkindfotograf:innen aufzunehmen, zum Beispiel über Herzensbilder oder dein-Sternenkind.
Ab Schwangerschaftswoche 23+0 könnt ihr www.Herzensbilder.ch kontaktieren. Der Service ist kostenlos.
Die Fotografen von www.dein-sternenkind.eu kommen zu euch egal in welcher Schwangerschaftswoche der Verlust geschehen ist. Auch dieser Service ist für betroffene Eltern kostenlos.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Du darfst tun, was sich für dich und deine Familie stimmig anfühlt. Du darfst dein Baby halten, waschen, anziehen und Zeit mit ihm verbringen. In den meisten Fällen darf dein Baby auch mit Kühlmatte bei dir im Zimmer bleiben oder in Absprache für eine gewisse Zeit mit nach Hause. Auch Geschwister dürfen in liebevoller Begleitung mit einbezogen werden.
Viele Fragen fühlen sich im ersten Moment überwältigend an. Es ist in Ordnung, wenn nicht sofort alles klar ist. Lass dir erklären, welche Entscheidungen jetzt wirklich nötig sind und was auch später noch möglich ist.
Du musst diese Gespräche nicht allein führen.
Wenn möglich, nimm eine vertraute Person mit ins Gespräch oder bitte jemanden, dich zu begleiten. Ein zweites Ohr und ein ruhiges Gegenüber können in dieser Situation sehr wertvoll sein.
Ob Kremation, Bestattung oder ein Sternenkindergrab – jede Form hat eigene Möglichkeiten und Herausforderungen.
Eine Kremation kann Zeit schenken, weil die Urne in der Schweiz oft mit nach Hause genommen werden darf. Sie darf hier ihren finalen Platz finden, z.B. in einer Erinnerungsecke oder irgendwann dorthin ziehen, wo es sich für euch richtig anfühlt.
Eine Bestattung auf einem Friedhof schafft einen festen Ort des Erinnerns. Es schafft ein Grab, das gepflegt werden kann, vielleicht sogar in der Nähe von Familienangehörigen. Manchmal hängt eine solche Entscheidung aber auch von der Entfernung ab und ob man, in der Nähe wohnhaft bleiben wird.
Ein Sternenkindergrab kann tröstlich sein, weil mehrere Kinder an einem gemeinsamen Ort ruhen. Gleichzeitig gibt es dort oft feste Termine, was unter Umständen zu Wartezeiten führen kann.
Schreibe Fragen auf oder lass sie für dich notieren.
Im Schock gehen Informationen oft schnell verloren. Es kann helfen, Fragen aufzuschreiben oder eine vertraute Person zu bitten, mitzudenken und mitzuschreiben.
Auch Geschwister dürfen ihren Platz in diesem Abschied haben.
Kinder erleben Tod oft anders als Erwachsene. Wenn sie liebevoll begleitet werden, kann es sehr wertvoll sein, sie einzubeziehen und Fragen offen zu beantworten.
